Media Monday #174

Hallo alle miteinander! Eine neue Woche voller Türklinken und Fensteroliven liegt vor mir, yeahh… Die Masterarbeit gestaltet sich zuweilen doch ziemlich zäh. Aber am Freitag, da ist…ja was?…Halloween!!! Und ich habe geladen, da freue ich mich jetzt schon drauf. In diesem Sinne wünsche ich im Allgemeinen eine tolle Woche und all denen, die so wie ich, auf Geister, Gruuuusel und co. stehen, außerdem schon jetzt ein fröhliches Halloween!   fg

1. In jedem Film, der in Bamberg spielt, sieht man die „Obere Brücke“. Können die nicht mal stattdessen die „Untere Brücke“ zeigen. Was Besseres wollte mir dazu nicht einfallen. 🙂

Quelle: commons.wikimedia.org
Quelle: commons.wikimedia.org

2. Sandra Bullock zählt zu meinen liebsten SchauspielerInnen, spätestens seit ihrer/seiner Rolle als Gracie Hart  in „Miss Undercover“.

3. ______ ist auch wieder so ein Hype, dem ich nichts abgewinnen kann, denn ______ . Da fällt mir spontan nur „Die Tribute von Panem 3“ (oder 4? Habe aufgehört zu zählen) ein, der ja jetzt bald anläuft. Aber den Hype hab‘ ich von Anfang an nicht verstanden.

4. Hingegen für „Sherlock Holmes 3“, der ja 2016 in die Kinos kommen soll, bin ich Feuer und Flamme, bekomme nicht genug davon und freue mich, wie sonst nie, auf ein 2. Sequel.

5. Im direkten Vergleich zu früheren Filmepochen sind die in den letzten Jahren entstandenen Filme vor allem schnelllebiger und austauschbarer.

6. Das Hörspiel/den Podcast „Die drei ???“ kann ich nur jedem empfehlen, der auf Detektive steht und sich trotzdem noch nicht „rangetraut hat“, denn Justus, Peter und Bob sind zurecht Kult und machen tierisch Spaß.

7. Zuletzt gelesen habe ich mal wieder „Ich bin hier bloß die Katze“ und das war erfrischend, weil das Leben aus Sicht einer (sehr vornehmen) Katze doch interessanter ist als man vielleicht glaubt und sich das Ganze außerdem total witzig liest.

The Minister of New Heavy Super Funk: „Der Groove ist der Herzschlag.“

Get On Up – Die James Brown Story

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Quelle: abcnews.go.com

Als großer Ray Charles-Fan und unbedingte Soul-Liebhaberin habe ich es mir natürlich nicht nehmen lassen und habe mir den neuen Film von Tate Taylor (Planet der Affen, Winter’s Bone, The HelpGet On Up im Kino angeschaut. Der Film zeigt das Leben und Wirken des großen James Brown, den wir alle kennen (wenn vllt. auch nicht immer wissentlich). Ihm hat die Welt Hits wie „I Got You (I Feel Good)“, „It’s a Man’s Man’s Man’s World“ oder „Sex Machine“zu verdanken. Und nicht nur das.

James Joseph Brown (Chadwick Boseman), geboren 1922, wächst unter ärmlichen Verhältnissen bei seiner Tante Honey (Octavia Spencer) in Augusta, Georgia auf. Auf Mutter Susie (Viola Davis) und Vater Joe (Lennie James) ist schon früh kein Verlass: Der Vater ist ein Trinker und skrupelloser Schläger, weswegen die Mutter die Familie kurzerhand verlässt. Aber auch bei seiner Tante wächst James nur mehr oder weniger behütet auf. Es kommt schließlich, wie es kommen muss: Als Teenager wandert er ins Gefängnis, wo ihm ohne Kaution bis zu 15 Jahre Haft drohen würden, begegnete er nicht während einer Gospel-Stunde dem Bandleader der „Gospel Starlighters“ und künftigen besten Freund – Bobby Byrd (Nelsan Ellis). Dieser hat Mitleid mit dem jungen Brown, kauft ihn wohl nicht zuletzt wegen seines begnadeten Gesangstalentes frei und lässt ihn fortan bei sich und seiner Familie wohnen. Brown schließt sich den „Gospel Starlighters“ (später „Famous Flames“) an und mausert sich schnell zum Frontmann der Gruppe. Bei einem Auftritt 1955 wird der Produzent Ralph Bass (Josh Hopkins) auf die Band aufmerksam. Sein besonderes Interesse gilt jedoch dem Ausnahmetalent James Brown. Was folgt, ist der Beginn einer Karriere als gefeierter Weltstar, Geschäftsmann, Begründer des Funk und Wegbereiter des Hip-Hop – immer angetrieben durch den Groove.

Der Film beginnt mit dem Abstieg des einst so gefeierten Künstlers und zeigt den vermeintlichen „Amoklauf“ 1988 in Aiken, South Carolina. Der weitere Verlauf der 139-minütigen Handlung ist durch etliche Rückblicke gespickt, die jedoch keiner genauen Chronologie folgen, sondern je nach Auslöser zu entsprechenden Situationen in der Vergangenheit führen. Diese Erzählweise bedarf der völligen Aufmerksamkeit des Zuschauers, macht aber dennoch Spaß und sorgt dafür, dass von der Überlänge nichts zu spüren ist. Von Kindheitstagen an immer auf sich selbst angewiesen, musste James Brown Kraft und Willen aus der eigenen Persönlichkeit schöpfen und wurde, vom Leben enttäuscht und von jahrzehntelangem Misstrauen zerfressen, zum absoluten Egomanen und Tyrann. Chadwick Boseman scheint die zuweilen exzentrische, aber auch liebenswerte Person James Brown genauestens studiert zu haben und ist der Verkörperung einer Ikone solchen Ranges und dieser Ambivalenz offensichtlich mehr als gewachsen. Durch ihn – und das ist ja für ein solches Biopic entscheidend – wird der Film lebendig und beschönigt dabei trotzdem nichts. Drogendelikte und Gefängnisaufenthalte werden aber nur teilweise thematisiert, so z.B. zu Beginn und Ende des Film. Dennoch sorgt der durchaus berührende Film für erhellende Momente beim Publikum, die wohl noch länger im Gedächtnis bleiben werden und einen kleinen Einblick in die Welt und das Wesen des „Minister of New Heavy Super Funk“ – einer von vielen Namen, die sich der Künstler selbst gab – ermöglichen. Für alle Blackmusic-People ist Get On Up ein absolutes Muss, für alle anderen eine lohnenswerte Empfehlung und auf keinen Fall rausgeschmissenes Geld.   fg

Moviepilot.de
Quelle: Moviepilot.de

USA 2014

Produktion: u.a. Jagged Films

Regie: Tate Taylor

Schauspieler: u.a. Chadwick Boseman, Nelsan Ellis, Viola Davis, Octavia Spencer

Lief an am: 09.10.2014

Genre: Biopic, Musikfilm

Laufzeit: 139 Min.