Darf ich vorstellen… Gary Oldman.

Quelle: moviepilot.de

In unserer Kategorie „Darf ich vorstellen…“ widmen wir uns immer besonders faszinierenden Persönlichkeiten aus dem Filmgeschäft. Dieses  Mal möchte ich euch den britischen Vollblutschauspieler Gary Oldman näher bringen, der mich schon seit Jahren mit seiner diabolischen Ausstrahlung und seinem expressivem Spiel begeistert.

Gary Oldman wurde 1958 in London geboren. Er stammt nicht, wie so viele seiner Kollegen, aus einer wohlsituierten Künstlerfamilie, sondern aus recht einfachen Verhältnissen. Sein Vater war Schweißer und litt an einem Alkoholproblem, weshalb seine Mutter die Erziehung der Kinder praktisch alleine übernahm. Nachdem er die Schule im Alter von 16 Jahren abgebrochen hatte, arbeitete er zunächst in einem Sportgeschäft. Doch dass das nicht alles sein konnte, war ihm zu diesem Zeitpunkt bereits klar. In seiner Freizeit beschäftigte er sich deshalb sehr viel mit Literatur und brachte sich selbst das Klavierspielen bei. Durch ein Stipendium kam er schließlich zur Schauspielschule – der Beginn einer wunderbaren Karriere!

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Quelle: media.theiapolis.com

Kennen und lieben gelernt habe ich Gary Oldman als psychopathischen Bösewicht in Leon – Der Profi. Er spielt einen korrupten Polizisten, der nicht einmal davor zurückschreckt, ein junges Mädchen ermorden zu lassen. Eine Paraderolle und ein Image, das sich durch seine gesamte Karriere zieht. Gary Oldman hat schon viele Bösewichte gespielt. Erste größere Bekanntheit erlangte er mit der Verkörperung des mutmaßlichen Kennedy-Attentäters Lee Harvey Oswald, dem Staatsfeind Nummer Eins schlechthin. Von da an war er auf den Schurken festgelegt, der dem Filmhelden das Leben schwer machen sollte. Weitere Rollen in Air Force One, Das fünfte Element und True Romance folgten und festigten seinen Status als Charakterdarsteller. Besonders bekannt ist Oldman dafür, dass er jeden Akzent oder Dialekt perfekt in seine Rolle einarbeiten kann. In der Öffentlichkeit verhielt sich Oldman eher zurückhaltend, große Skandale blieben aus. Vielleicht ist das der Grund, weshalb er trotz großartiger Leistungen nie zu der ersten Schauspielerriege zählte. Ich bin immer wieder entsetzt, wie viele Menschen seinen Namen gar nicht kennen. Auch der Goldjunge blieb ihm bis jetzt verwehrt. Seine einzige Oscarnominierung als bester Hauptdarsteller war bislang für König, As, Spion im Jahr 2012.

In den letzten Jahren hat sich Gary Oldmans Rollenauswahl etwas geändert, er hat zumindest zeitweise die Seiten gewechselt. So spielte er den „guten Onkel“ Sirius Black in der Harry Potter-Reihe und den Commissioner Gordon in Christopher Nolans Batman-Trilogie. Zur Zeit ist Gary Oldman als charismatischer Anführer Dreyfus in Planet der Affen: Revolution zu sehen. Ich persönlich finde, Gary Oldman bereichert jeden Film, am liebsten sehe ich ich ihn dann aber doch in seiner Paraderolle. Jetzt seid ihr dran! In welcher Rolle hat Gary Oldman euch am meisten überzeugt? Ich freue mich auf eure Kommentare.   sk

0 Antworten auf „Darf ich vorstellen… Gary Oldman.“

  1. “Léon: Der Profi” ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme, nicht zuletzt dank der großartigen Vorstellung von Gary Oldman. Aber der (unverständlicherweise) relativ unbekannte „Im Vorhof der Hölle“, mit Gary Oldman und Sean Penn, sollte hier unbedingt ebenfalls erwähnt werden! Harry Potter ist nicht wirklich mein Fall, aber Gary Oldman einer der wenigen Lichtblicke.

    1. Interessant, den Film kennen wir tatsächlich noch nicht. Ist schon erstaunlich, wie manche Filme gehyped werden und manche so gar nicht. Aber vllt. ist hier auch die Altersbegrenzung schuld, die ja anscheinend erst nachträglich nach unten korrigiert wurde.

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